Samstag, 13. März um 19:30
Oedipus Rex Von Igor Strawinsky / Regie Und Choreografie: Constanza Macras / Dorky Park
MIT DEM DRESDNER KAMMERCHOR UND DER JUNGEN PHILHARMONIE BRANDENBURG
Der Mythos von König Oedipus hat bis heute nicht an Faszination verloren und in Literatur, Philosophie und Psychologie seine Spuren hinterlassen. Constanza Macras, die in den letzten Jahren für Impulse in der internationalen Tanzszene gesorgt hat, setzt diese Tragödie nun nach dem 1926 entstandenen Operndrama „Oedipus Rex“ von Igor Strawinsky und Jean Cocteau für die Gegenwart um.
Constanza Macras geht es in „Oedipus Rex“ um das Zusammenspiel von Tanz und Musik, Sängern und Tänzern, Musik und Stille. Sie teilt das Stück, getreu der Originalstruktur von Sophokles, in fünf Szenen ein, denen ein Prolog aus Soli, Duos und energetischen Gruppenchoreografien vorangeht. Die Szenen bilden eine Abfolge von Tableaux vivants. In ihnen inszeniert Constanza Macras ein brüchiges Gleichgewicht aus Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit, Monumentalität und Fragilität. Auch das schwebende Bühnenbild der japanischen Künstlerin Chiharu Shiota bezieht sich auf diese Dualität des Seins, ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch das Stück zieht. Alles dreht sich um die Fragen: Gibt es eine Wahrheit, die für alle gleichermaßen gültig ist? Wie geht man mit Macht um und wer reguliert diese? In den griechischen Tragödien griff der deus ex machina als Regulator der Handlungen ein. Sind es heute Regierungen und Staaten? Gerichte? Oder doch das Volk?
Eine Produktion von Constanza Macras | DorkyPark und HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Hellerau in Koproduktion mit dem Hebbel am Ufer Berlin und Theatre de la Place Liege. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.
Präsentiert vom Tip