Samstag, 13. März um 16:00
Blanca Gozalo Gomila - Flying To Nowhere
Blanca Gozalo Gomila - Flying to Nowhere
5.März 11.April 2010
Eröffnung: 5.März, 20.00 Uhr
Finissage: 10.April 2010, ab 19.00 0.30 Uhr Fotoprojektion in Anwesenheit der Künstlerin (im Rahmen der Langen Nacht der Opern und Theater)
Die spanische Künstlerin Blanca Gozalo Gomila setzt sich in ihrem Werk in spannender Art und Weise mit den Problemen von Wahrnehmung und Wahrnehmungsmethoden auseinander. Sie versucht in ihren Arbeiten eine komplizierte, vielschichtige Sehsituation zu erreichen, die zu einer vielstimmigen Reflexion auf den Blick selbst führen kann. Dieser Sehzustand fordert die Erfahrung und die Überprüfung der Realität einschließlich ihrer unbestimmten Grenzen. Mehrdeutigkeit und Widersprüchlichkeit spielen nicht nur in ihren inszenierten Stage-Fotografien eine Rolle, in ihrer gesamten Arbeit nutzt sie das Medium der Metapher und spielt mit der Idee der Ikonografie. Dabei spielt sie sowohl mit psychologischen, sozialen als auch emotionalen Parametern. Sie verknüpft Erzählungen und Bilder als Grundlage für den Aufbau von Realitäten oder Fiktion, die sie als Alternative zur Wahl stellt. Dadurch kann der Betrachter automatisch die Stücke des abwesenden Rätsels finden. Diese Stücke sind ein Teil unserer eigenen Erfahrungen, unserer Phantasien oder dessen, was uns erzählt worden ist. In ihrer Arbeit gehören echte Geschichte und Erdichtung zu ein und demselben Entwurf um das Erfassen von Realität. In ihrer eigens für die BrotfabrikGalerie entwickelten fotografischen Rauminstallation Ma Mère versucht sie mit allen Sinnen auf die Thematik von Logik und Absurdität der eigenen Identität einzugehen.
Es geht dabei um den Mythos der menschlichen Ursprünge. Sie sammelt Informationen mit einem gemeinsamen Faktor, jede Information hat die Aufgabe, die menschlichen Ursprünge zu offenbaren. Das Projekt besteht aus einem geordneten Konglomerat aus Fotografien, Schaukästen, Auszügen aus anthropologischen Studien und wissenschaftlichen Texten. Persönliche und vorgefundene Bilder werden in einen intuitiven Bezug zur Mythologie gesetzt.